Überführung Aristell

Die Reise von Gernsheim (Hessen) nach Gelsenkirchen (NRW)

– Rhein und Rhein-Herne-Kanal sind die Wasserstraßen auf dem die Aristell Ihren neuen Liegeplatz erreicht –

Am 29.04.2022 sollte die Überführungstour von Gernsheim nach Gelsenkirchen starten. Hierfür hatten wir uns einen Zeitrahmen von 4 Tagen also bis zum 02.05.2022 eingeplant. Unsere Erwartung war allerdings das wir im Laufe des dritten Tages, Gelsenkirchen erreichen.

Wir sind Wolfram und Gerald, die Vorbesitzer des Bootes, und Ich.

Tag 1: Anreise und Fahrt über den Rhein bis Koblenz

Mein Vater brachte mich am 29.04.2022 morgens nach Gernsheim.
Sein Kombi war vollbeladen mit Ausrüstungsgegenstände wie neue Kugel- und Langfender, Kaffeemaschine, DSL-Router, Dashcam usw., weiterhin war natürlich auch dementsprechendes Reisegepäck wie Schlafsack, Kleidung, und Verpflegung mit dabei.

Nachdem ich Ausrüstung und Gepäck auf die Aristell verladen hatte, kümmerte sich Gerald noch um Austausch der Dieselfilter sowie der Kontrolle von Motoröl- und Getriebeölstand.

Um 14:30 Uhr ging es dann los bei Rheinkilometer 462.
Ziel für heute, war der Sportboothafen Rheinlache in Koblenz bei Rheinkilometer 590.
Wir hatten also eine Strecke von 128 km sowie einen Tankstopp in Oppenheim vor uns.

Natürlich ging die Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft mit den Flußeinmündungen Main und Lahn, vorbei an den Städten Mainz, Wiesbaden, sowie durch das Mittelrheintal mit den Städten Rüdesheim, Bingen, St. Goar und Oberwesel mit der Revierzentrale und der Warschau.
Das man nebenbei noch von den Gesängen der Loreley verzückt werden sollte, machte es fast noch schlimmer, dass man hier einfach mit Vollgas durchfuhr.

Aber diesmal ging Strecke vor Erholung.

Das heutige Ziel der Sportboothafen Rheinlache war gegen 19:45 Uhr erreicht.
Jetzt noch schnell was Essen bei Pizzeria Ristorante Dante und dann ab in die Koje, es war ein langer und anstrengender Tag, der aber auch super interessant war.
Die Aristell hat in Talfahrt mit 43km/h die Erwartung an die Geschwindigkeit eingehalten und bei einem Durchschnittsverbrauch von 24l pro Maschine uns positiv überrascht. Hier waren wir von ca. 30l pro Maschine ausgegangen.

Tag 2: Koblenz bis ins Ruhrgebiet

Das heutige Ziel war im Vorfeld nicht definiert.
Allerdings war uns klar, das wir die Schleusen im Rhein-Herne-Kanal nicht schaffen würden.

Von unserer heutigen Startposition bei Rheinkilometer 590 sind es bis zur Einfahrt Rhein-Herne-Kanal Rheinkilometer 780,  190km.
Ein Sicherheits-Tankstop wollten wir noch machen, da durch eine defekte Zapfsäule in Oppenheim wir nicht voll tanken konnten.

Um 10:00 machten wir uns dann los auf den zweiten Streckenabschnitt.

Vor uns lag Neuwied, Bonn, Köln, Leverkusen, Düsseldorf und eventuell Duisburg

Um 19:00 Uhr waren wir dann in der Marina Innenhafen Duisburg.
Ein Problem beim Tanken in Oberwinter hatte uns leider etliches an Zeit gekostet.

Wir sind dann nur noch schnell im König Pilsener Wirtshaus Duisburg was essen gegangen, dann ging es ab in die Koje.

Tag 3: Zu Berg Von Duisburg nach Gelsenkirchen

Die letzte Etappe sollte uns dann nach Gelsenkirchen bringen. Hierfür musste der Rhein-Herne-Kanal zu Berg (Richtung Osten) befahren werden.

Raus aus dem Außenhafen zum Rhein, dem Rhein 3km folgen und dann die zweite Abfahrt Steuerboard am Rheinorange ab in den Hafenkanal.

Von da aus noch 26,5km Rhein-Herne-Kanal bis zur Stölting Marina Gelsenkirchen.
Auf diesem Weg müssen die Schleusen Duisburg Meidering, Oberhausen und Gelsenkirchen passiert werden.

Auf dem Rhein-Herne Kanal darf man 12km/h fahren, was für Aristell Standgas bedeutet.
Diese langsame Fahrt ermöglichte mir meine Heimat aus einer ganz anderen Perspektive, neu zu entdecken.

  • Die Schleuse Duisburg Meiderich die ich so oft von der A59 gesehen habe wenn ich nach Duisburg gefahren bin.
  • Die Schleuse Oberhausen, quasi bei mir vor der Haustür. Wie oft stand ich bei meinen Radtrainings dort und habe den Schiffen zugeschaut.
  • Das Stadion Rot-Weiß-Oberhausen, auf dem Fuzßweg zum Kaisergarten läuft man hier unterhalb des Wasserspiegels am Kanal vorbei.
  • Die Slinky Spring Brücke, auf der ich jedesmal den Rhein-Herne-Kanal überquert habe, wenn ich zu Fuß von Zuhause zum Kaisergarten gegangen bin.
  • Der Gasometer, diese riesige Ausstellungshalle wo vom Dach der Rhein-Herne-Kanal einfach nur eine blaue gerade in der Landschaft ist.

Um 14:45 Uhr legte Aristell an Ihren Liegeplatz America 8 in der Stölting Marina an.
Der Abholfer von Wolfram und Gerald wartete schon auf seine Mitfahrer. Nachdem Gerald seine restlichen Sachen von der Aristell geladen hatte wechselten meine Mitfahrer vom Boot aufs Auto für Ihre Heimfahrt.

Euch beiden vielen vielen Dank, dass Ihr mit mir die Aristell nach Gelsenkirchen gebracht habt. Ich habe viel gelernt und es waren tolle drei Tage.

3 Antworten

  1. Hallo Andreas, ich kann mich Wolfram nur anschließen, es war für mich ein schöner Abschied von der Aristell.
    Keine Kaffeefahrt zwar, aber es war schön, wie die alte Dame uns noch mal richtig gezeigt hat, was sie drauf hat…
    Weiterhin viel Spaß mit ihr.

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