Das Bermuda-Dreieck im Ruhrgebiet

Zum erstenmal mehrere Tage mit dem Boot unterwegs

– Das Bermuda-Dreieck im Ruhrgebiet, leider nicht an einem Stück

Endlich Urlaub und natürlich wollte ich mal ein paar Tage auf dem Boot verbringen.

Allerdings war die Wettervorhersage mehr als bescheiden. Das schlimme war, das die Vorhersagen noch nicht einmal von heute auf morgen stabil waren.

Es wurde Sonntag der 25.09.2022 als trocken und schön angezeigt und dann erst wieder der Mittwoch und Donnerstag 28.09.2022 – 29.09.2022 als trocken und schön. Dazwischen reichlich Regen.

Die ursprünglich angedachte Tour mehrere Tage den DEK rauf zu fahren machte bei dem Wetter keinen Sinn.

Ich entschied mich dann das Bermuda-Dreieck (Bermuda Tour) im Ruhrgebiet zu fahren (147 km und 11 Schleusen).
Das Bermuda Dreieck im Ruhrgebiet oder die Bermuda Tour bezeichnet eine Tour über den Rhein-Herne-Kanal, Rhein, Wesel-Datteln-Kanal und Dortmund-Ems-Kanal. Wenn man sich die Kanäle und Flüsse anschaut, ergeben sie ein virtuelles Dreieck

Hier hatte ich die Möglichkeit am ersten Tag das Boot in den Duisburger Yachthafen zu verlegen und dann sobald es wieder trocken war, weiter zu fahren.
Vom Ruhrorter Yachtclub konnte ich abgeholt und mich zu meinem Auto bringen lassen, so das ich flexibel war.

Teil 1: Fahrt zum Ruhrorter Yachtclub

In den Videobeiträgen habe ich meine Fahrt zum Ruhrorter Yachtclub beschrieben.
3 Schleusen wobei ich die Schleuse Oberhausen und die Schleuse Meiderich noch nie in die Richtung gefahren war. Erschwerend kam hinzu das die Schleuse Meiderich wegen Reparatur keine Schwimmpoller hat.

Videos von der Fahrt zum Ruhrorter Yachtclub

Bilder von der Fahrt zum Ruhrorter Yachtclub

Teil 2: Vom Ruhrorter Yachtclub soweit wie wir kommen

Am Mittwoch den 28.9.2022 war dann die Wettervorhersage für den 29.09 und den 30.09.2022 trocken und schön dementsprechend wurden alle Vorbereitungen getroffen um am nächsten Morgen die Bermuda Tour weiter zu fahren.

Am 29.09.2022 morgens um 09:00 Uhr war ich dann am Ruhrorter Yachtclub um mich startklar zu machen.



Zu allererst der Schock, ich war im klassischen Sinne zugeparkt.

Zum Glück fuhr die Yacht dann aber auch direkt los.

 

Endlich hatte ich auch Zeit die Landschaft und die Boote im Frühnebel wahrzunehmen.

Es sah einfach nur toll aus.

 

Dann ging es los auf dem Rhein bei Rheinkilometer 781, hier wurde mal kurz die Geschwindigkeit des Stroms und der Aristell gemessen. Der Rhein hattte eine Fließgeschwindigkeit von 5 km/h, Aristell schaffte 38 km/h.
Dann ging es weiter den Rhein runter bis zu Rheinkilomenter 813 wo der Wesel-Dattel-Kanal startet.

Ab hier hatten wir in Summe 60 Kanalkilometer zu Berg vor uns, bis zum Dattelner Meer.
Es folgte dann die erste von 6 Schleusen, die Schleuse Friedrichsfeld.
Alle Schleusen im Wesel-Datteln-Kanal haben keine Schwimmpoller.

Hinter der Schleuse Friedrichsfeld bei Kanalkilometer 4 ist ein Wasserwanderrastplatz wo ich kurz anlegte für eine BioPause und mir einen frischen Kaffee durch die Kapselmaschine laufen zu lassen. Leider sind hier noch die alten Stromsäulen vorhanden die ja nicht mehr in Betrieb sind.

Weiter ging es dann zur Schleuse Hünxe bei Kanalkilometer 13.

Mittlerweile klappte auch das Schleusen ohne Schwimmpoller recht gut.

Da ich in beiden Schleusen so gut wie keine Wartezeit hatte, war ich guter Dinge das ich es heute noch bis zur Marina Flaesheim mit dem verbotenen Strand schaffe.

Relativ unbekümmert fuhr ich weiter an Dorsten vorbei, hier waren Walstroom Stromsäulen und sehr viele Binnenschiffer die dort angelegt hatten.

Im Funk hörte ich dann die Mitteilung das zu Berg aktuell die 7 Kammer belegt ist.
Das heißt max 7 Stunden Wartezeit wenn ich vorher nicht irgendwo mit rein darf.

Sicherheitshalber telefonierte ich den Hafenmeister vom Dorstener Yachtclub an, ob ich für eine Nacht einen Liegeplatz bekommen kann. Dies funktionierte dann auch sehr unkompliziert.

Also angelegt und mich mit dem E-Klapprad nach Dorsten aufgemacht, so konnte ich das Fahrrad auch mal verwenden wofür ich es angeschafft hatte.

Später habe ich dann noch im Yachtclub mit den beiden Hafenmeister zusammengesessen, diese erzählten mir das die große Kammer der Schleuse Dorsten wegen Reparatur Arbeiten gesperrt ist. Das heißt im schlimmsten Fall, das doppelte Schubverbände auseinandergebaut werden müssen um Sie dann einzeln zu schleusen.

Ich brauchte für den nächsten Tag einen Plan B.

Videos von der Fahrt zum Dorstener Yachtclub

Teil 3: Zurück nach Gelsenkirchen

In der Nacht habe ich hin und her überlegt, was ich mache. Vorallem für übermorgen war Regen vorhergesagt, da wollte ich wieder in Gelsenkirchen sein.

Im Endeffekt blieb nur ein Weg, zurück wie ich hergekommen war. In Summe 5 Schleusen das könnte klappen.

Am nächsten morgen extra früh aufgestanden damit ich es heute schaffe und dann im Funk folgendes „Wegen einer Wasserverunreinigung sind die Schleusen Hünxe und Friedrichsfeld bis auf weiteres gesperrt“.

Oh no, es gab also kein zurück, also schauen was die Schleuse Dorsten macht.

Die Schleuse Dorsten teilte mir am Funk mit, das ich wegen Nebel eine Stunde warten müsste. Zumindest kamen durch die Sperrung, zu Berg keine weiteren Schiffe nach Dorsten.

Nach einer Stunde konnte ich dann zur Schleuse fahren, die nächste Berg Kammer war dann für mich vorgesehen.


Weiter ging es zur Schleuse Flaesheim. Direkt dahinter ist die Marina Flaesheim mit dem verbotenen Strand, aber den werde ich ein anderes mal anfahren.

Da morgen der Regen kommt, gibt es heute nur eine premisse, versuchen vor dem abend wieder in Gelsenkirchen zu sein.

Dann kam die Schleuse Ahsen, hier begleitete mich ein Sportboot in die Schleuse, zwei Mann an Board und Bugstrahlruder. Mein festmachen in der Schleuse hat leider nicht sofort funktioniert, aber mit dem zweiten Anlauf ging es. Ist halt blöd wenn dann das nächste Sportboot schon direkt hinter einem ist.

Nach 3 km kam dann direkt die Schleuse Datteln, hier ging das Festmachen und Schleuse wieder super, bei den beiden im Sportboot war alle Nase lang das Bugstrahlruder zu hören.
Nach der Schleuse fuhr das Sportboot gemütlich mit 10 km/h über den Kanal, das hieß von da an für mich, an jeder Schleuse auf das Sportboot warten Grrrrrrrrrrrrrrrrr.

So ging es dann durch die nächsten zwei altbekannten Schleusen Herne-Ost und Wanne Eickel mit den Schwimmpollern entspannt nach Gelsenkirchen.

Das Anlegen klappte auch super, so das ich um 19:00 Uhr mit Festmachen und Abdecken der Fly fertig war und auf meinen Abholer warten konnte.

Videos von der Rückfahrt nach Gelsenkirchen

Was bleibt

  • Zum ersten mal die Bermuda Tour gefahren
  • Das Schleusen klappt mittlerweile sehr gut
  • Auch noch nie gefahrene Schleusen sind kein Hindernis mehr
  • Das Funkgerät und der Kartenplotter im Einsatz sind ein große Hilfe
  • Der Wesel-Dattel-Kanal kann auch als befahren abgehackt werden.
  • Die Hafenmeister und Mitglieder an den beiden Yachtclubs waren mal wieder super nett.

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Als absoluter Anfänger im Sportbootbereich, beschreibe ich meine Erfahrungen mit dem Bootssport.

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